Regelung der Tierseuchenbekämpfung 2012

Informationen über das richtige Vorgehen bei Verdacht auf Tollwut und Schweinepest.

  • klassische Schweinepest: Blutungen auf den Nieren

    klassische Schweinepest: Blutungen auf den Nieren

Mit der bereits 2010 erfolgten Änderung der Tollwutverordnung wurde der Tatsache Rechnung getragen, dass Deutschland seit dem Herbst 2008 frei von terrestrischer Tollwut ist.

Damit entfällt die bisherige Verpflichtung, eine bestimmte Anzahl von Füchsen je Flächeneinheit zur Untersuchung bereit zu stellen.

Stattdessen sollen ausschließlich Füchse, Waschbären und Marderhunde, welche Verhaltensauffälligkeiten oder Krankheitserscheinungen zeigen, verendete oder verunfallte Tiere zur Untersuchung eingereicht werden.

Die Jagdausübungsberechtigten sind verpflichtet, solcherart auffällige Tiere der zuständigen Behörde bzw. der Untersuchungseinrichtung zuzuleiten.

Bezüglich der Scheinepest ist in Baden-Württemberg derzeit kein Intensiv-Monitoring notwendig, allerdings sind Seuchenausbrüche in Rheinland-Pfalz und im benachbarten Frankreich gemeldet.
Deshalb müssen auch bei uns im Kreis möglichst übers Jahr und über die Fläche verteilt 57 Stück Schwarzwild untersucht werden. Dabei liegt auch hier der Schwerpunkt auf Fall- und auffälligem Unfallwild. Aber auch gesundes, verwertbares Wild soll durch Entnahme von Blutproben untersucht werden. Endsprechend vorbereitete und vorfrankierte Probeneinheiten gibt es beim Kreisjagdamt bzw. beim Kreisveterinäramt.

Selbstverständlich sind die Jagdausübungsberechtigten auch hier verpflichtet, auffällige Tiere der zuständigen Behörde bzw. der Untersuchungseinrichtung zuzuleiten. Wobei sich diese Verpflichtung eigentlich schon aus Eigennteresse an einem gesunden Wildbestand ergeben muss.

In dem unten angehängten Schreiben des LRA ist die aktuelle Regelung detailiert bechrieben, also bitte genau durchlesen.

Die im Schreiben genannten Untersuchungsanträge für den Fuchs gibt es beim Kreisjägermeister oder zum Herunterladen bei den untenstehenden Links.

Für die Schweinepestuntersuchung am ganzen Wildkörper gibts den entsprechenden Begleitschein ebenfalls zum Herunterladen.
Die Probeneinheiten für die Entnahme von Blutproben besorgt man sich zweckmäßigerweise vor der Jagd, die Probenentnahme sollte möglichst unmittelbar nach Erlegung des Stückes erfolgen.

Untersuchungsantrag "Tollwut mit Prämierungsvermerk"

Begleitschein für die Untersuchung von Wildschweinen auf Schweinepest (KSP)

Link zum Kreisveterinäramt Esslingen

Link zum Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart (CVUAS) in der Schaflandstraße in Fellbach

 

Erstellt am 04.03.2014
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